Die Hall of Fame

Preisträger,
Nominierte und
Sonderpreise

Preisträger, Nominierte und Sonder­preise

Jan Helmrich Enteg

„Die Auszeich­nung mit dem Sonder­preis unseres regionalen H2-Infra­struktur­projekts war ein echter Game­changer, was Bekannt­heit und Strahl­kraft betrifft.“

Jan Helmrich
Public Affairs , ENTEGA AG, Teilprojekt­leiter Wasser­stoff-Regional­netz Rh2ein-Main Connect

Erfolgstories

Gewinner 2024

Unter der Schirm­herrschaft des Bundes­minis­teriums für Bildung und Forschung wurde am 13. November 2024 der Inno­vation­spreis Neue Gase in Berlin verliehen. Über 100 Projekte hatten sich in den Kategorien Erzeugung, Transport und Infra­struktur sowie Anwendungs­techno­logien beworben. Unter den vielzähligen Ein­reichungen entschied sich die Jury unter der Leitung von Prof. Dr. Frank Behrendt, Dekan der Fakultät Prozess­wissen­schaften an der TU Berlin, für folgende weg­weisende Projekte und Konzepte zur Trans­formation unseres Energie­systems. Zudem wurde von der Jury ein Sonder­preis vergeben und vom Publikum ein Publikums­preis gewählt.
Erzeugung Icon

Kategorie
Erzeugung

Innovative Beschich­­tungen für H2-Anwen­­dungen

Schaeffler hat mit edel­metall­­freien Enertect-Be­schich­­tun­gen neue Maß­stäbe für Was­ser­­stoff­­­an­wen­dun­gen gesetzt. Diese ermög­lichen eine wirt­schaft­lichere Produktion von Bi­po­lar­­plat­ten mit bis zu 75 % gerin­gerem CO2-Fuß­­abdruck und verbessern die Effizienz von Brenn­stoff­zellen und Elektro­ly­seuren.

Jury­begründung:

Dieser Ansatz zeigt das enorme In­no­­va­ti­ons­­po­ten­zi­al der deutschen Industrie. Die hier prämierten neuartigen Be­schich­­tun­gen lassen einen massiven Kosten­rückgang bei der Wasser­stoff­erzeugung erwarten, der gleicher­maßen dazu beitragen wird, die Energie­wende und den Wasser­stoff­hochlauf voran­zutreiben.
Icon für die Kategorie Transport und Infrastruktur für Lösungen zur effizienten und nachhaltigen Bereitstellung und Verteilung neuer Gase.

Kategorie
Transport und Infrastruktur

Gewinner des Publikumspreises

H2-Speicher Epe

Der H2-Speicher Epe von RWE Gas Storage West ermög­licht die effiziente Speiche­rung von Wasser­stoff in unter­irdischen Salz­kavernen, um eine konstante Ver­sorgung auch in ertrags­armen Zeiten sicher­zustellen. Das Projekt trägt zur Struktu­rierung des Wasser­stoff­netzes bei und unter­stützt die Umstel­lung von Erdgas auf Wasser­stoff.

Jury­begründung:

Wasserstoff wird ein wichtiger Energie­träger auf dem Weg zur Klima­neu­tralität werden. Um auch in Zukunft eine sichere und zuver­lässige Energie­versorgung gewährleisten zu können, benötigen wir Wasser­stoff­speicher. Das prä­mier­te Was­ser­­stoff­­spei­cher-Pro­jekt zeichnet sich dadurch aus, dass der Maßstab den Anfor­derungen des Energie­marktes gerecht wird und ein hohes Ambitions­niveau vorliegt – auch was die Integration in das Gesamt­system angeht. Gemeinsam mit den anderen Speicher­projekten steht dieses Projekt für die Sektor­kopplung im Energie­system und das Potenzial von Wasser­stoff als (saisonaler) Energie­speicher.
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Kategorie
Anwendungs­technologien

100 % Wasser­­stoff in der Glas­­produktion

SCHOTT hat als erstes Unter­­nehmen optisches Spezial­glas mit 100 Prozent Wasser­­stoff im indus­­triellen Maß­stab erfolg­reich her­gestellt. Dieses Projekt zeigt, dass eine Umstel­lung von fossilen Brenn­­stoffen auf Wasser­­stoff in der Glas­­produktion möglich ist, ohne Kompro­­misse bei der Qualität ein­zu­gehen.

Jury­begründung:

Die Glas­produktion erfolgt heute zu weiten Teilen unter Nutzung des Energie­trägers Erdgas. Mit diesem Projekt zeichnen wir das Engage­ment des Unter­nehmens SCHOTT für eine zukünftige Glas­produk­tion ohne Treib­haus­gas­emission aus. Das Vorhaben ist ein leuchtendes Beispiel für die Kraft der deutschen Industrie zur Defossi­lisierung ihrer Produktions­prozesse. Es zeigt zudem, dass Wasser­stoff in der Industrie dringend benötigt wird und gibt somit von Seiten der Anwender ein positives Signal an den ent­stehenden Wasser­stoff­markt.

Sonderpreis

ENTEGA AG, Mainova AG, ESWE Versorgungs AG, Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG, e-netz Südhessen AG, NRM Netzdienste Rhein-Main GmbH, Open Grid Europe GmbH, GASCADE Gastransport GmbH

Wasserstoff-Regionalnetz Rh2ein-Main Connect

Das Projekt plant ein 300 km langes Was­ser­stoff-Re­gi­o­nal­netz zur Ver­sor­gung der RheinMain-Re­gion mit grü­nem Was­ser­stoff ab 2028. Durch die Zu­sam­men­ar­beit re­gi­o­na­ler Ver­sor­ger und Netz­be­trei­ber wer­den neue An­bin­dun­gen an das bun­des­wei­te Was­ser­stoff-Kern­netz ge­schaf­fen. Dies ist eine Blau­pau­se für die Um­set­zung sol­cher Ver­teil­net­ze in Bal­lungs­räu­men und de­mons­triert den Mehr­wert ge­mein­sa­mer Res­sour­cen und Syner­gien für eine kli­ma­neu­tra­le Ener­gie­ver­sor­gung.

Jury­begründung:

Das Projekt verdeut­licht, wie wichtig die regionalen Akteure für den Hochlauf des Wasser­stoff­marktes sind. Die Jury zeichnet dieses visionäre Vorhaben aufgrund der vorbild­lichen städte- und unter­nehmens­über­greifen­den Initiative mit einem Sonder­preis aus und betont damit die Bedeu­tung von Regional­netz­planungen, um zukünftig auch die Verteil­netze an das Wasser­stoff-Kernnetz anzu­schließen. Denn nur tat­kräftiges und kooperations­orientiertes Handeln wird die Energie- und Wärme­wende real werden lassen.

Erfolgstories

Nominierte 2024

Nominierte 2024

Erzeugung Icon

Finalisten
Erzeugung

Bad Lauchstaedt

Energie­park Bad Lauch­städt

Der Energie­park Bad Lauch­städt demonstriert die voll­ständige industrielle Wertschöp­fungs­kette für grünen Wasser­stoff unter realen Bedin­gungen. Das Projekt nutzt bestehende Infra­struktur und inno­vative Speicher­techno­logien zur Skalierung der Wasser­stoff­wirtschaft.
Schaeffler

Innovative Beschich­tungen
für H2-Anwen­dungen

Schaeffler hat mit edelmetall­freien Enertect-Beschichtungen neue Maßstäbe für Wasserstoff­anwendungen gesetzt. Diese ermög­lichen eine wirtschaft­lichere Produktion von Bipolar­platten mit bis zu 75 % gerin­gerem CO2-Fuß­abdruck und verbessern die Effizienz von Brenn­stoffzellen und Elektro­lyseuren.

Energiepark Ehrang

Energie­park Ehrang –
Grüne Wärme aus dem Gasnetz

Der Energie­park Ehrang der Stadt­werke Trier erzeugt aus Abwasser und Abfällen Bio­methan, das ins bestehende Gasnetz eingespeist wird. Dies ermög­licht eine klima­neutrale, kosten­günstige Wärme­ver­sorgung und reduziert CO2-Emissionen erheblich. Das Projekt ist als Modell für andere Regionen über­tragbar.
Icon für die Kategorie Transport und Infrastruktur für Lösungen zur effizienten und nachhaltigen Bereitstellung und Verteilung neuer Gase.

Finalisten
Transport und Infrastruktur

H2Direkt

H2Direkt

Das Projekt H2Direkt zeigt, dass die Umstellung von fossilem Erdgas auf 100 % Wasser­stoff im realen Betrieb möglich ist. Es bietet eine praxis­nahe Blau­pause für die klima­neutrale Energie­versorgung von Haus­halten, Gewerbe und Industrie und demonstriert das Potenzial der vor­handenen Gas­infra­struktur.
MOSES

MOSES

MOSES von Open Grid Europe ist ein stan­dar­disiertes Baukasten­system, das die Ein­spei­sung von neuen Gasen wie Bio­methan und Wasser­stoff ins Gasnetz effizient ermög­licht. Durch die Stan­dar­disierung werden Engineering-Aufwände und Kosten reduziert, während die Anlagen­verfüg­barkeit steigt.
H2-Epe

H2-Speicher Epe

Der H2-Speicher Epe von RWE Gas Storage West ermög­licht die effiziente Speiche­rung von Wasser­stoff in unter­irdischen Salz­kavernen, um eine konstante Ver­sorgung auch in ertrags­armen Zeiten sicher­zustellen. Das Projekt trägt zur Struktu­rierung des Wasser­stoff­netzes bei und unter­stützt die Umstel­lung von Erdgas auf Wasser­stoff.
Icon für die Kategorie Anwendungsorientierte Forschung des Innovationspreises Neue Gase.

Finalisten
Anwen­dungs­technologien

Wasserstoff-BHKW

Wasser­stoff­tech­nologie für ein Wasserstoff-BHKW

Die INNIO Group und RAG Austria betreiben eine Wasser­stoff-KWK-Anlage der 1-MW-Klasse, die über­schüssigen Sommer­strom als Wasser­stoff speichert und im Winter in grünen Strom und Wärme umwandelt. Dieses Projekt legt den Grund­stein für höhere Versorgungs­sicherheit bei der Nutzung von grüner Energie.
Heart

HEART Wasser­stoffdüse

Rolls-Royce hat eine Kraft­stoffdüse entwickelt, die in einem modernen Flugzeug­triebwerk 100 Prozent Wasser­stoff ver­brennen kann. Diese Düse ermöglicht den Betrieb mit Null CO2-Emissionen und markiert einen wichtigen Schritt hin zu klima­neutralen Flugzeug­triebwerken der Zukunft.
Schott

100 % Wasser­stoff in der Glas­produktion

SCHOTT hat als erstes Unter­nehmen optisches Spezial­glas mit 100 Prozent Wasser­stoff im indus­triellen Maß­stab erfolg­reich hergestellt. Dieses Projekt zeigt, dass eine Umstel­lung von fossilen Brenn­stoffen auf Wasser­stoff in der Glas­produktion möglich ist, ohne Kompro­misse bei der Qualität einzugehen.

Erfolgstories

Gewinner 2022

Gewinnerteam der Landwärme GmbH und Reverion GmbH, das 2022 für die Kreislauf-Technologie zur CO2-negativen Produktion von Biogas, Strom und Wasserstoff mit dem Innovationspreis ausgezeichnet wurde.

Emissionen netto null

Die Landwärme GmbH und die Reverion GmbH haben eine effiziente und zudem wirt­schaft­liche Kreis­lauf-Techno­logie zur CO2-negativen Produktion von Biogas, Strom und Wasser­stoff entwickelt. Durch die Inte­gration eines bidirek­tional laufenden Festoxid-Brenn­stoff­zellen­systems in die konventionelle Bio­gas­auf­bereitung wird bedarfs­abhängig reversibel Strom aus Biogas oder Wasser­stoff aus Strom produziert.
Gewinnerteam von PSIcontrol/Greengas, das 2022 für die Software-Lösung zur Visualisierung von Wasserstoff-Kompatibilitätsanforderungen und -zuständen für die Netzinfrastruktur ausgezeichnet wurde.

Energie­­sicher­heit durch präzise Model­lierung

Die Soft­ware-Lösung PSIcontrol/Green­gas visuali­siert Wasser­­stoff-Kompatibilitäts­­anforde­­rungen und -zustände für die Netz­­infra­­struktur. Ein­­spei­­sungen von Wasser­­stoff, Bio­methan oder LNG können simuliert werden. Durch auto­matische Fahr­weisen-Vor­schläge wird ein optimaler Betrieb der Gas­netze auch mit der Ein­­spei­sung von Gasen unter­­schied­licher Beschaf­fen­heiten gewähr­leistet.
Gewinnerteam von Mitnetz Gas und des Chemieparks Bitterfeld-Wolfen, das 2022 für das Projekt H2-Infrastruktur – Effizienter und sicherer Betrieb von Wasserstoffverteilnetzen (H2-Infra) mit dem Innovationspreis ausgezeichnet wurde.

H2-Netz im Wasser­­stoff­dorf

Seit 2019 unter­sucht und testet der Verteil­­netz­­betreiber Mit­­netz Gas zusammen mit seinen Partnern im Chemie­­park Bitter­feld-Wolfen auf einem Versuchs­­feld den Trans­port, die Vertei­­lung und die Anwendung von Wasser­stoff. Inner­halb des Projektes „H2-Infra­­struktur – Effizienter und sicherer Betrieb von Wasser­­stoff­­verteilnetzen (H2-Infra)“, das durch das Bundes­­minis­terium für Wirt­­schaft und Klima­­schutz gefördert wird, wird unter realitäts­­nahen Bedin­gungen die Anwen­dung von Wasser­­stoff in Haus­halt und Gewerbe getestet.
Gewinnerteam von Kawasaki, das 2022 für die Micro-Mix-Brennstoffkammer mit dem Innovationspreis ausgezeichnet wurde.

H2-Verbren­nungs­­system für Gasturbinen

Wasser­stoff wird eine Schlüssel­rolle in der dekar­boni­­sierten Strom- und Wärme­­erzeu­gung spielen. Die Micro-Mix-Brenn­stoff­­kammer ermög­licht jetzt den Betrieb von Gas­turbinen mit 100 Vol.-% Wasser­stoff. Das inno­vative Verbren­nungs­system erreicht ohne zusätz­lichen Wasser- oder Dampf­­einsatz deutlich niedrigere NOx-Emissionen als konven­­tionelle Verbren­nungs­­systeme und verbrennt Wasser­stoff CO2-frei.

Sonderpreis

Game­changer 2022

Gewinnerteam vom Energy-Hub Wilhelmshaven, das als Gamechanger beim Innovationspreis 2022 ausgezeichnet wurde.

ENERGY-HUB Wil­helms­haven

Zusätz­lich zu den Projekten in den vier Kate­gorien wurde das Projekt ENERGY-HUB Wilhelms­haven als Gamechanger geehrt. Denn am Standort Wilhelms­haven findet die Trans­formation eines Energie- und Industrie­stand­ortes in viel­fältigen Projekten mit hoher Geschwin­dig­keit statt.
Der ENERGY-HUB zeigt, wie dank gemein­samer Anstren­gungen von Wirt­schaft, Politik und Ver­wal­tung, ein Projekt dieser Größen­ordnung gelingen kann. Vom Aufbau einer LNG-Import­infra­struktur über die Erzeu­gung von grünem und blauem Wasser­stoff und neuen Import­kapa­zitäten für Wasser­stoff, Ammoniak sowie synthe­tischem Methan bis zur Wasser­stoff­speicherung, dem Bau von Wasser­stoff­leitungen sowie indus­triellen Wasser­stoff­anwen­dungen wird der Hafen die gesamte Wert­schöp­fungs­kette der zukünf­tigen Wasser­stoff­wirt­schaft ab­bilden. Durch den schnellen Auf­bau der Import­infras­truktur für Flüssig­erdgas (LNG) trägt das Projekt zudem maß­geblich zur Siche­rung unserer Energie­ver­sorgung bei.

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